Montag, 27. August 2012

Spiegelfechter und nackte Kräuterfresser


Krähen im Wald sind ja ganz nett - ...


 ... aber Krähen, die morgens um 5 Uhr an die Scheiben hacken, geht ja gar nicht!

Also gegoogelt und viele Erklärungen/Vermutungen für dieses Verhalten gefunden -
diese scheint mir noch am naheliegensten:

Spiegelfechter - Warum klopfen Vögel ans Fenster?

"Wenn bei Ihnen eine Krähe andauernd ans Fenster klopft, handelt es sich nicht um einen Vogel, der ins Zimmer will, sondern um einen "Spiegelfechter". Zu diesem eigenartigen Verhalten kommt es aus folgendem Grund: Viele Vogelarten besetzen zur Brutzeit ein Revier. Damit sichern sie sich die Nahrungsgrundlage für die Aufzucht ihrer Jungen. Dringt ein fremder Artgenosse ins Revier ein, wird er bedroht, angegriffen und möglichst vertrieben. Manchmal entdecken nun Vögel auf Fensterscheiben oder in Autorückspiegeln ihr Spiegelbild oder wenigstens Umrisse davon. Meistens handelt es sich um Vogelarten, die um Häuser herum leben wie Buchfinken, Amseln, Elstern und Krähen. Die Vögel halten ihr Spiegelbild für einen fremden Artgenossen. Sofort muss dieser attackiert und vertrieben werden. Nur mit dem Vertreiben ist dies bei einem Spiegelbild so eine Sache...

Der Spuk verschwindet wieder
Es kommt vor, dass Vögel über Wochen nicht aufgeben, immer wieder zu den Scheiben zurückkehren und aufs neue auf sie einhacken. Dies bedeutet für die Vögel zwar Stress, doch kommt es nur in Ausnahmefällen vor, dass sie sich verletzen. Manchmal flattern sie über die ganze Scheibe hoch und verursachen lästige Verschmutzungen. Krähen hacken gelegentlich auch in Fugendichtungen und in Fensterleisten, so dass Schäden entstehen. Mit Ausnahme der Rabenvögel zeigen Vögel dieses Verhalten in der Regel nur zur Brutzeit, also vorwiegend in den Monaten März bis Juni. Der Spuk verschwindet meist nach ein paar Tagen oder Wochen, so wie er gekommen ist. Wenn Sie an einer Stelle Abwehrmssnahmen ergreifen, kommt es leider oft vor, dass der Vogel zur nächsten Scheibe wechselt und sich dort weiter "abreagiert". ..."
Quelle:  
Staatliche Vogelschutzwarte für Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland Institut für angewandte Vogelkunde


Da das www aber keine rechten Abwehrmaßnahmen anbot - selbst welche erdacht:
  • Band über das Fensterbrett gespannt - hat die Krähen nicht gestört
  • leere Blumenkästen auf die Fensterbank gestellt - wehten bei Wind runter
  • Kräuter umgepflanzt - waren die schon mal (fast) außer Reichweite der gefressigen Nacktschnecken - Krähen saßen auf dem Rand der Kästen und hackten weiter!
  • O. k. - also waren härtere Maßnahmen nötig und sich so an ein altes Hausmittel erinnert:
  • Früher, ganz früher (da wo sie noch nicht unter Naturschutz standen) hing hier fast in jedem Hühnerhagen eine tote Krähe am Baum um die Kollegen vom Futter- und Kükenklau  abzuhalten!

Und da ich das Glück hatte, dass eine den "Freitod" in der Hochspannungsleitung gefunden hatte, diese aufgehängt - zum Leidwesen meiner Nachbarn, die diesen Anblick ... fanden.
Aber Ihr hättet mal die morgendlichen Kollegen hören sollen - die sind mit viel Gezeter weiter geflogen!!!
Leider hatte sie nur eine geringe Haltbarkeit und so blieb nur eine handvoll Federn übrig - aber Morgens keine Spiegelfechtereien!


Als dann Herr W. mal zu Besuch kam und glaubte, dass es sich hier um einen "alter Indianer-Brauch" handelt - kam mir die Idee aus den Resten einen "Traumfänger zu basteln - sieht ja etwas netter aus!


Die da drüber lebenden Schwalben stört es so nicht und die Krähen hält es (hoffentlich) weiter ab!


Kommentare:

  1. Hallo Jutta,
    Frau muss sich zu helfen wissen !
    Ich drücke dir die Daumen, dass die Krähen fern bleiben . :O)

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  2. Wo wohnst Du auch ?!?!? Bei uns tummeln sich die Krähen auf dem Feld, wo sie auch hingehören
    Gruss aus dem Pfefferland

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  3. Sowas wurde bis vor ein paar Jahren bei uns in der Gegend von den Bauern auch gemacht. Ob's was geholfen hat? Ich weiß es nicht. Inzwischen sieht man das nicht mehr und ich muss sagen, dass ist auch gut so, ich finde es furchtbar!
    Habe mich schon gewundert es auf deinem Stockrosenfoto gesehen zu haben.
    Bei uns klauen die Elstern regelmäßig das Hundefutter aus dem Napf unseres Kuvasz.

    Viele Grüße Rita

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  4. Ne, wat is dat spannend bei dir!!!!!
    Lukas hat bei uns einen halben Sommerlang die Krise bekommen, da der Specht an seiner Zimmerwand aussen am Haus die Holzwürmer geklopft hat (Holzblockbauweise!!). Er ließ sich partout nicht vertreiben. Lukas gefiel vor allem die morgendlich ausgewählte Zeit von 7:00-9:00 nicht *lol*. Da ich im Erdgeschoss zur anderen Seite mein Domizil hatte, war es für mich gut zu hören, aber nicht sooo schlimm! Nach 8 Wochen schien es, hatte er sich sattgefressen (der Specht) und verschwand von allein.
    LG
    Gudrun

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