Krähen im Wald sind ja ganz nett - ...
... aber Krähen, die morgens um 5 Uhr an die Scheiben hacken, geht ja gar nicht!
Also gegoogelt und viele Erklärungen/Vermutungen für dieses Verhalten gefunden -
diese scheint mir noch am naheliegensten:
Spiegelfechter - Warum klopfen Vögel ans Fenster?
"Wenn bei Ihnen eine Krähe andauernd ans Fenster klopft, handelt es sich
nicht um einen Vogel, der ins Zimmer will, sondern um einen
"Spiegelfechter". Zu diesem eigenartigen Verhalten kommt es aus
folgendem Grund: Viele Vogelarten besetzen zur Brutzeit ein Revier.
Damit sichern sie sich die Nahrungsgrundlage für die Aufzucht ihrer
Jungen. Dringt ein fremder Artgenosse ins Revier ein, wird er bedroht,
angegriffen und möglichst vertrieben. Manchmal entdecken nun Vögel auf
Fensterscheiben oder in Autorückspiegeln ihr Spiegelbild oder wenigstens
Umrisse davon. Meistens handelt es sich um Vogelarten, die um Häuser
herum leben wie Buchfinken, Amseln, Elstern und Krähen. Die Vögel halten
ihr Spiegelbild für einen fremden Artgenossen. Sofort muss dieser
attackiert und vertrieben werden. Nur mit dem Vertreiben ist dies bei
einem Spiegelbild so eine Sache...
Der Spuk verschwindet wieder
Es kommt vor, dass Vögel über Wochen nicht aufgeben, immer wieder zu den
Scheiben zurückkehren und aufs neue auf sie einhacken. Dies bedeutet
für die Vögel zwar Stress, doch kommt es nur in Ausnahmefällen vor, dass
sie sich verletzen. Manchmal flattern sie über die ganze Scheibe hoch
und verursachen lästige Verschmutzungen. Krähen hacken gelegentlich auch
in Fugendichtungen und in Fensterleisten, so dass Schäden entstehen.
Mit Ausnahme der Rabenvögel zeigen Vögel dieses Verhalten in der Regel
nur zur Brutzeit, also vorwiegend in den Monaten März bis Juni. Der Spuk
verschwindet meist nach ein paar Tagen oder Wochen, so wie er gekommen
ist. Wenn Sie an einer Stelle Abwehrmssnahmen ergreifen, kommt es
leider oft vor, dass der Vogel zur nächsten Scheibe wechselt und sich
dort weiter "abreagiert". ..."
Quelle:
Staatliche Vogelschutzwarte für Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland Institut für angewandte Vogelkunde
Da das www aber keine rechten Abwehrmaßnahmen anbot - selbst welche erdacht:
- Band über das Fensterbrett gespannt - hat die Krähen nicht gestört
- leere Blumenkästen auf die Fensterbank gestellt - wehten bei Wind runter
- Kräuter umgepflanzt - waren die schon mal (fast) außer Reichweite der gefressigen Nacktschnecken - Krähen saßen auf dem Rand der Kästen und hackten weiter!
- O. k. - also waren härtere Maßnahmen nötig und sich so an ein altes Hausmittel erinnert:
- Früher, ganz früher (da wo sie noch nicht unter Naturschutz standen) hing hier fast in jedem Hühnerhagen eine tote Krähe am Baum um die Kollegen vom Futter- und Kükenklau abzuhalten!
Und da ich das Glück hatte, dass eine den "Freitod" in der Hochspannungsleitung gefunden hatte, diese aufgehängt - zum Leidwesen meiner Nachbarn, die diesen Anblick ... fanden.
Aber Ihr hättet mal die morgendlichen Kollegen hören sollen - die sind mit viel Gezeter weiter geflogen!!!
Leider hatte sie nur eine geringe Haltbarkeit und so blieb nur eine handvoll Federn übrig - aber Morgens keine Spiegelfechtereien!
Als dann Herr W. mal zu Besuch kam und glaubte, dass es sich hier um einen "alter Indianer-Brauch" handelt - kam mir die Idee aus den Resten einen "Traumfänger zu basteln - sieht ja etwas netter aus!
Die da drüber lebenden Schwalben stört es so nicht und die Krähen hält es (hoffentlich) weiter ab!